In Westafrika gehen Tausende von alten islamischen Handschriften zugrunde. Spezialisten aus vielen Ländern bemühen sich um ihre Rettung, bevor sie völlig vom Sand verweht werden.
Timbuktu – das Wort steht für den Mythos vom ‚Ende der Welt’, für den geheimnisvollen Ort voller Reichtümer inmitten der Wüste, unzugänglich für Europäer.
Im Mittelalter war dieser Mythos Realität. Timbuktu war nicht nur ein wohlhabender Handelsknotenpunkt für Tuareg-Karawanen, die Salz, Gold und Sklaven aus dem Süden nach Ägypten und Marokko brachten. Es war auch die Hauptstadt des islamischen Geisteslebens in Westafrika im 15. und 16. Jahrhundert.
Noch heute existieren Hunderttausende Manuskripte aus dieser Zeit, die versteckt, vergraben und vergessen darauf warten, wiederentdeckt zu werden. Es sind die verschollenen Bibliotheken des islamischen Weltwissens. Die Handschriften müssen so bald wie möglich aufgefunden, zusammengetragen und vor dem Verfall gerettet werden, bevor sie sich vollständig auflösen.
Ein Lauf gegen die Zeit, denn Timbuktu droht, vom Sand der Wüste verschlungen zu werden.
Jedes Jahr rückt die Wüste der Stadt um 10m nähter. Timbuktu wurde von der UNESCO 1990 auf die Liste der gefährdeten Orte des Weltkulturerbes gesetzt. Nach dringenden Schutzmaßnahmen gegen die Versandung konnte es 2006 wieder vorerst von der Liste gestrichen werden. Die zunehmnde Austrockunung und Versandung der Stadt durch den Klimawandel machen jedoch weitere Maßnahmen notwendig – sonst bleibt von Timbuktu nur noch sein Mythos.
Der Film geht dem Mythos Timbuktus nach, verfolgt die Spuren seiner verschollenen Manuskripte und erzählt von der akuten Gefahr, im Wüstensand zu verschwinden.





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1 x 45'
ARTE
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